Mittwoch, 30. Mai 2018

Vorspiel und andere Höhepunkte

Comedian Thomas Nicolai kommt nach Suderburg. Nach seinem erfolgreichen Programm »URST« ist der wandlungsfähige Künstler am Freitag,15. Juni 2018 mit der Vorpremiere seines neuen Programmes »Vorspiel und andere Höhepunkte« im Hörsaal der Musikschule Suderburg zu Gast.
Mit dabei – wie immer – sein musikalisches Gegenüber Robert Neumann. Und wie nach jedem guten Vorspiel wird es dann auch zum Höhepunkt kommen. Das geschieht bei Thomas Nicolais neuem Programm gleich mehrmals: Promiparodien wie Til Schweiger mit Artikulationsschwierigkeiten beim TV-Casting oder Barbeque-Fanatiker Udo Lindenberg beim Einkaufen im veganen Supermarkt gehören ebenso ins Repertoire wie der neunmalkluge Patrick Schleifer aus Schkeuditz oder der polterige Dieter »Buletti« aus Berlin-Kreuzberg.
Standups, Musik, Comedy, Zauberei, Sketche und alles, was 1A Unterhaltung verspricht, wird auch bei »Vorspiel und andere Höhepunkte« nicht fehlen. Und das ganz ohne Nachspiel. Nicht zu vergessen: die belgische Kultband »Traffic Noir« hat sich bereit erklärt, auch bei der neuen Tour dabei zu sein, und ein kleines, musikalisches Tischfeuerwerk abzuliefern.

Der Musikcomedy-Abend beginnt um 19.30 Uhr. Karten zu 19 Euro sind erhältlich über Ruf 0 58 26/95 89 30 und an der Abendkasse.

Foto Thomas Nicolai © Bernd Brundert

Königlicher Besuch bei Ministerpräsident Weil


Mehr als 30 Königinnen
aus Niedersachsen waren
zu Gast bei Ministerpräsident Stephan Weil.
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat kürzlich die niedersächsischen Produkt-Königinnen in Hannover empfangen. Auch die Königinnen aus dem Landkreis Uelzen waren vertreten: Wacholderkönigin Maike aus dem Suderburger Land, Heidekönigin Julia aus Westerweyhe und Heidekartoffelkönigin Luisa aus Bad Bevensen gaben sich die Ehre und überbrachten Ministerpräsident Stephan Weil Grüße aus der Heideregion Uelzen, darunter Kartoffelschnaps und das Uelzen-
Von links: Heidekönigin Julia aus Westerweyhe,
Ministerpräsident Stephan Weil,
Heidekartoffelkönigin Luis aus Bad Bevensen
und Wacholderkönigin Maike aus dem
Suderburger Land.
Kochbuch.

Im Anschluss an den offiziellen Empfang nutzen sie im sommerlichen Garten des Gästehauses der Landesregierung die Gelegenheit zum Plausch mit mehr als 30 weiteren Königinnen und Königen aus Niedersachsen.

Text und Fotos: Sarah Schulz

Montag, 7. Mai 2018

Wohin, Natascha?

Angelika Hoff liest aus den ungewöhnlichen Lebenserinnerungen der Suderburgerin Renate Witte

Eine Lesung aus dem Buch „Wohin, Natascha? Die bewegende Lebensgeschichte einer Heimatlosen zwischen Serow und Suderburg“ findet am Mittwoch, dem 16. Mai ab 19 Uhr in die Musikschule Suderburg, Burgstraße 21, ein. Es liest die Autorin Angelika Hoff. Der Eintritt ist frei.
Sechs Jahre lang erzählte die Suderburgerin Renate Witte Woche für Woche ihrer Freundin Angelika Hoff aus ihrem Leben. Einem Leben, das so ungewöhnlich verlief, dass sich die Beiden dazu entschlossen, ihre Geschichte aufzuschreiben. Doch es sollte noch mehrere Jahre dauern, bis das Buch dazu erschien. Nun ist es soweit: „Wohin, Natascha“ heißt die Lebensgeschichte von Renate Witte, aufgeschrieben von Angelika Hoff, kürzlich erschienen im Verlag Calluna - Menschen und Medien. Einen Abend lang wird Angelika Hoff aus den Erinnerungen ihrer Freundin berichten – von einer Kindheit in Heim und Pflegefamilie, von der Übersiedlung in die ehemalige UdSSR, von der Verhaftung der Eltern und dem Verlust eines selbstbestimmten Lebens in der Sowjetdiktatur. Sie wird von einer Frau erzählen, die trotz ihres schweren Schicksals nie ihre Lebensfreude und Hoffnung verloren hat. Und die sich nach ihrer Übersiedlung nach Suderburg viele Jahre um Menschen der Tschernobyl-Region um Gomel gekümmert hat.

Renate Witte, geborene Johannsen, kam 1922 als uneheliches Kind in Duisburg zur Welt. Die ersten vier Lebensjahre verbrachte sie in Kinderheim und Pflegefamilie. Zurück bei den Eltern, musste sie als sechsjährige den frühen Tod des Vaters verkraften. Die Mutter heiratete wieder – einen Deutschrussen – und zog mit Mann und vier Kindern 1931 in die Sowjetunion nach Serow im Ural. Als die ethnischen »Säuberungen« unter Stalin begannen, wurde die Familie auseinandergerissen und in unterschiedlichen Lagern interniert. Die Mutter starb in der qualvollen Lagerhaft. Renate musste ihren deutschen Namen ablegen, wurde fortan Natascha genannt. 1958 erhielt sie die so lang ersehnte Ausreisegenehmigung nach Deutschland.
Nach Zwischenstationen in Frankfurt/Oder und Bayern kam sie 1979 nach Suderburg, wo sie bis zu ihrem Tod lebte. Ein persönliches Schicksal, das beispielhaft für die systematische Verfolgung und Vertreibung unzähliger Menschen im 20. Jahrhundert steht und dennoch Mut macht.