Montag, 9. Januar 2017

Der Hardausee im Mittelpunkt

Bürgerversammlung in Hösseringen mit 81 Teilnehmern
Der Hardausee stand auf der diesjährigen Bürgerversammlung im Mittelpunkt des Interesses der Hösseringer Bürger. Dass er erhalten bleibt und die dortige Infrastruktur weiterentwickelt werden soll, daran ließ Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz keinen Zweifel im gut besuchten großen Saal des Hauses
am Landtagsplatz. „Erhalt und Weiterentwicklung sind politisch beschlossen und stehen auf unserer Prioritätenliste weit oben. Unsere Arbeitsgruppe wird sich damit intensiv beschäftigen“, kündigte der Verwaltungschef an. Auch die Erneuerung der Spundwand werde ein Thema für die Arbeitsgruppe sein. Besonders beschäftigt hat die Badegäste im vorigen Jahr die Verkrautung des Sees. Schulz versprach, auch dies in den Haushaltsberatungen zu bedenken. „Wir wollen versuchen, Fördermittel einzuwerben. Rüdiger Lilje ist bereits am Rechnen“, bestätigte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der selbst Mitglied der Arbeitsgruppe ist.
Keine kurzfristige Lösung wird es für das „Steckenpferd“ geben. Hier sei der Eigentümer, ein Herr aus Lüneburg, gefragt. Man wolle aber das Gespräch mit ihm suchen.
Zum Auftakt der Sitzung beantwortete Schulz Fragen aus dem Vorjahr: Der Vorschlag, die Bücher im Haus des Gastes auch öffentlich zur Verfügung zu stellen, wurde gerne angenommen. Voraussetzung dafür sei allerdings die Unterbringung an einem öffentlichen Ort, denn das Haus des Gastes kann nicht durchgängig geöffnet werden. Die Schäden an der Straße Am Bruchfeld wurden in 2016 beseitigt, die Sanierung des Daller Weges dagegen musste aus finanziellen Gründen zurück gestellt werden.
In Sachen Gemeindehaushalt wird es in 2017 eine leichte Entspannung geben. Möglich wurde dies allerdings nur durch den Beschluss des Rates, die Steuern in der Gemeinde anzuheben. „Ansonsten hätten wir einen defizitären Haushalt und keinerlei Handlungsspielräume“, bestätigte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff. Die Entscheidung sei in einer „denkwürdigen Sitzung“ von allen Ratsmitgliedern getragen worden. In Verhandlungen mit dem Land Niedersachsen sei zudem erreicht worden, die Zielvereinbarung zur Entschuldung der Samtgemeinde bis 2020 zu verlängern, möglicherweise könne die Entschuldung bis 2018 bewältigt werden.

Karsten Scherer, der die Versammlung leitete, erinnerte an die vielen Veranstaltungen und Aktionen des vergangenen Jahres. „Wir Hösseringer tun viel für die Pflege des Ortsbildes“, so Scherer, ein Beispiel sei das vom Förderkreis organisierte „Großreinemachen“, das immer besser angenommen werde. Darüber hinaus sind an der Bauernstraße Ruhebänke aufgestellt und am Teich Bäume gepflanzt worden. Auch rund ums Haus
des Gastes wurde Ordnung gemacht. Manfred Techmann kümmerte sich um die Erneuerung der Straßenschilder und viele Hösseringer Bürger sind an der Pflege der Verkehrsinseln beteiligt. Ratsmitglied Götz Schimmack sprach sich für den Erhalt der Veranstaltung am Ehrenmal zum Volkstrauertag aus. Ein großes Lob sprach Karsten Scherer dem Team vom Hardausee aus: „Der Kiosk ist ein super Anziehungspunkt geworden.“ Am Himmelfahrtstag werde es wieder die bewährten Sicherheitsmaßnahmen geben.
Obwohl Hösseringen als einziger Ortsteil der Gemeinde Einwohnerzuwächse zu verzeichnen hat - mit 574 Bürgern sind es derzeit immerhin zwölf Einwohner mehr als in 2011- warb Scherer um Mitarbeit in der Dorfjugend. Diese sei „doch etwas in die Jahre gekommen“, meinte er schmunzelnd. Vielleicht könnten hier ja die Studenten begeistert werden, von den 30 Wohneinheiten für Studierende sind derzeit 14 belegt.

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