Freitag, 16. Dezember 2016

Grüße aus der Eiszeit

Am Blauen Berg bei Suderburg

Eine sanfte Hügellandschaft zwischen Suderburg und Wrestedt bildet die Grenze des Suderburger Landes. Sie markiert den Randbereich des Eispanzers der Saale-Eiszeit, der vor rund 200.000 Jahren unsere Region bedeckte. 


Vor sich her schoben die Eismassen jede Menge Sand, Steine und Geröll - den Endmoränenzug, als dessen Teil wir heute den Blauen Berg, den Hornberg oder auch den Hundebornsberg kennen. Heute prägt ein Waldgebiet die Hügelkette. Vor noch nicht allzu langer Zeit sah es hier allerdings ganz anders aus, statt des lichten Waldbestandes, der heute beidseitig von Ackerflächen gerahmt wird, erstreckten sich endlose Heideflächen. Am Fuße des Blauen Berges erstreckt sich eine Kette von Teichen. Hier wurde der Schweinebach aufgestaut, um Fischteiche anzulegen. In der Mitte liegt eine kleine Insel, die von zierlichen Birken bestanden ist. Begrenzt werden die Teiche von einem hohen Dammweg durch die Niederung. 



Nicht weit von hier liegt eine Sandkuhle. Die freiliegende Sandkante lässt vermuten, dass hier auch in jüngerer Zeit noch Sand entnommen wurde und sie zeigt, uns, woraus der Blaue Berg besteht: Feiner gelber Sand, den die Eismassen hergebracht haben. Bei der langgestreckten Kuhle handelt es sich vermutlich um die alte „Megelkuhle bei Döhrmanns Schafstall“ handelt. Vom Schafstall ist jedoch keine Spur mehr zu finden. 

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