Dienstag, 24. Mai 2016

25 Jahre im Dienste des Tourismus


Ehrung für Jürgen Clauß

„Eigentlich wollte ich damals möglichst schnell wieder weg von hier.“ Jürgen Clauß lächelt bei der Erinnerung an seine ersten Wochen in Uelzen. Im Nachhinein ist er froh, dass es ganz anders gekommen ist, und der Drang, Uelzen den Rücken zu kehren, hatte seinerzeit auch nichts mit der Stadt selbst zu tun. Als Jürgen Clauß, Geschäftsführer der HeideRegion Uelzen, 1990 in die Ulenköperstadt kam, arbeitete seine Frau im Spessart – und das war der Grund für sein Fernweh. Inzwischen sind aus dem ersten Kennenlernen der kleinen Fachwerkstadt in der Lüneburger Heide 26 Jahre geworden, „eine sehr gute Zeit“, wie er zusammenfasst.

„25 Dienstjahre für den Tourismus im Landkreis Uelzen, das möchten wir würdigen, auch wenn es inzwischen schon 26 Jahre geworden sind“, sagte Harald Benecke, 1. Vorsitzender der HeideRegion Uelzen, die am Montag zur Mitgliederversammlung geladen hatte und damit endlich Gelegenheit für die offizielle Ehrung fand.

Sein Fernweh hatte Jürgen Clauß, der seinen Dienst in Uelzen genau am 1. März 1990 angetreten hatte, zum Teil bereits in den Jahren zuvor gestillt. Bevor es ihn in die Heide verschlug, war er ein Jahr lang als wissenschaftlicher Reiseleiter in Australien unterwegs. In Uelzen stand er zunächst der Arbeitsgemeinschaft Fremdenverkehr vor, aus der später die HeideRegion hervorging. „Es waren nicht immer einfache Zeiten“, so Harald Benecke, der vor vier Jahren als Nachfolger von Claus-Dieter Reese den Vorsitz des Vereins HeideRegion Uelzen übernommen hat. Denn immer wieder war die fachliche Arbeit zur touristischen Inwertsetzung der Region von Strukturdebatten überlagert. „Auch der derzeitige Bündelungsprozess wird uns noch bewegen – und er wird eine neue Phase des Tourismus im Landkreis Uelzen einläuten“, kündigte er an.
Dennoch ist in den vergangenen Jahren viel erreicht worden. „Wir haben viele Radwege ausgewiesen und sind mit unserem Radwegenetz sogar zertifiziert worden. Und wir konnten inhaltlich fundierte Wanderwege wie etwa die ‚Zeitspuren’ installieren“, so Jürgen Clauß, der insbesondere die gute Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region hervorhob. „Dafür bin ich bin froh und dankbar.“

Ein bisschen Fernweh steckt Jürgen Clauß aber immer noch im Blut – und dem geht er nach, wenn der Touristiker selbst zum Touristen wird. „Dann reisen wir um die Welt, mit einem neuen Ziel in jedem Urlaub.“

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