Montag, 1. Februar 2016

„Umbach soll Suderburg bekommen“



Ehemaliger Präsident der Ostfalia Hochschule zum Ehrenbürger ernannt

Wolf-Rüdiger Umbach, der bis 2013 Präsident der Ostfalia Hochschule war - und für die Suderburger der „Retter“ ihres Hochschulstandortes ist -, ist zum Ehrenbürger von Suderburg ernannt worden.

Die Initiative für diese Ehrung ging von den Suderburger Bürgern Dieter Schwerdtfeger, Günter Breiholz, Jürgen Janssen, Erich Kelle, Fritz Lange, Dietrich Meyer, Bernd Peiser, Hans-Heinrich Peters, Benno Schermeiser und Jürgen Wrede aus, die im Mai des vorigen Jahres einen entsprechenden Antrag beim Gemeinderat gestellt hatten. Damit liefen sie offene Türen ein, der Rat der Gemeinde stimmte im Oktober 2015 einstimmig zu – für Bürgermeister Hans-Hermann Hoff „ein gutes Beispiel, dass direkte Demokratie in Suderburg funktioniert.“ Hoff hielt im Rahmen der Bürgerversammlung am Sonnabend die Laudatio. Nachdem die Ernennung zunächst in kleinem Rahmen erfolgt war, sollte der festliche Akt nun mit den Suderburger Bürgern nachgeholt werden.

Wolf Rüdiger Umbach, „der sportliche Ritter (oder Retter) aus den Braunschweiger Landen“, wie es der Bürgermeister launig formulierte, betrat 2009 die Bühne, um die „siechende Suderburger Schönheit zu neuem Leben zu erwecken“. Als damals die Entscheidung zwischen Leuphana Lüneburg und Umbachs Plänen zu treffen war, war man sich hier einig: „Umbach soll Suderburg bekommen.“ Die Kehrtwende gelang. „Alle Prognosen sind eingetreten“, so Hans-Hermann Hoff - und die Bürgerinnen und Bürger quittierten dies mit Beifall. Mit der neuen Fakultät „Soziale Arbeit“ hatte Umbach den Hochschulstandort nicht nur vor wirtschaftlichen Flauten in der Bauwirtschaft, die auch immer einen Rückgang der Studentenzahlen mit sich gebracht hatten, geschützt, sondern auch dem gesellschaftlichen Miteinander neue Impulse verliehen. Studenten waren bereit, sich um das Jugendzentrum zu kümmern und auch einige Projekte mit dem Museumsdorf konnten dank der Zusammenarbeit mit der Ostfalia verwirklicht werden.

Aber auch die „alten“ Studiengänge profitierten vom Aufwind der Bildungsstätte und konnten sich über steigende Studierendenzahlen freuen. Ebenso die Bauwirtschaft: In der Amtszeit Umbachs wurden allein in Suderburg acht Millionen Euro verbaut. Kein Wunder, dass Umbach neben der Ehrenbürgerwürde auch der Sondertitel „Retter des Hochschulstandortes Suderburg“ verliehen wurde. „Wir haben eine unglaublich motivierte Mannschaft, es war für mich eine Freude in Suderburg zu arbeiten“, fasste es der Neu-Ehrenbürger zusammen. „Ich wünsche dem Standort alles Gute für die Zukunft und bedanke mich für die große Ehre“.

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