Dienstag, 8. September 2015

Wie kam die Kartoffel nach Äthiopien?

Anne Schorling berichtet im Bohlser Speicher
Am Dienstag, 15. September 2015 lädt der Bohlser Speicher um 20 Uhr zu einem Bildervortrag ein. Unter dem Titel „Ein Blick über den Tellerrand – wie kam die Kartoffel nach Äthiopien?“ berichtet Anne Schorling über ihre langjährige Arbeit im Äthiopien. Ihre persönlichen Eindrücke hat sie in Bildern festgehalten, die ihren
Vortrag ergänzen. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – natürlich rund um die Kartoffel.

Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Welt, das aber mittlerweile gute Selbsthilfestrukturen entwickelt und zahlreiche Entwicklungspotentiale nutzbar gemacht hat. Die deutsch-äthiopischen Beziehungen haben eine lange Tradition und das Land
am Horn von Afrika zählt für Deutschland zu den Schwerpunkten der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung und Zusammenarbeit.

Eine besondere „deutsch-äthiopische Entdeckung“ hat Anne Schorling kürzlich im Norden Äthiopiens gemacht. Sie fand heraus, dass der deutsche Botaniker Wilhelm Schimper im Jahre 1858 die Kartoffel als wichtiges Nahrungsmittel in Äthiopien eingeführt hat. Auf ihrem Weg durch bezaubernde Landschaften traf sie Bauern, die überlieferte Geschichten erzählten und sie zu den Mauer-Resten von Wilhelm Schimpers Haus führten. Unterwegs wurde ihr von den Bauern bestätigt, dass Anne Schorling die erste Deutsche ist, die die Reste von Schimpers Haus wieder entdeckt hat.

Anne Schorling ist in Hansen aufgewachsen und dort sowie in Uelzen zur Schule gegangen. Sie hat viele Jahre in Äthiopien gelebt und gearbeitet. Dort beriet sie das „Capacity Building Program“ und begleitete die Verwaltungsmodernisierung im Rathaus von Addis Abeba. Anne Schorling nimmt ihre Gäste auf eine Bilder-Reise in den Norden des afrikanischen Landes mit, stellt das „Land mit 13 Monaten Sonnenschein“ vor und steht nach dem Vortrag zur deutsch-äthiopischen Gesprächsrunde zur Verfügung.

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