Montag, 7. September 2015

Das waren die Heideklänge!

Königlicher Besuch beim Chorkonzert
Der Abend begann blumig und endete mit Frohsinn – eine Aussage, die man eigentlich immer machen könnte, wenn im Suderburger Land zum großen Chorkonzert „Heideklänge“ eingeladen ist. Und natürlich war auch diesjahr das Gasthaus „Spiller“ in Suderburg voll besetzt.
Die Veranstalter vom Tourismusverein Suderburger Land und ihre Gäste ließen es sich nicht nehmen, zu Beginn des Abends der erkrankten Wirtin Anneliese Müller Genesungswünsche auf den Weg zu geben. „Wir sind dankbar, dass wir unser Konzert hier im
Suderburger Traditionssaal veranstalten können“, so die Vorsitzende Christine Kohnke-Löbert.

Den Auftakt des musikalischen Abends zur Heideblüte machte der Gesangverein „Heiderose“ aus Stadensen unter der Leitung von Walter Schlothane, der mit dem Lied „Sommerabend“ dem Herbst, der kalendarisch ja bald Einzug
halten wird, ein Schnippchen schlug. Trotz ihrer Ankündigung „Ist Feierabend“ mussten die Sängerinnen und Sänger der Heiderose an diesem Abend noch ein wenig auf denselben warten. Als Arbeit hat aber sicher keiner die schönen Lieder angesehen, die hier vorgetragen wurden.
Mit dem Männergesangverein Condordia aus Wrestedt musste dann Wacholderkönigin Sina Ritzmann ihren ersten großen Auftritt meistern: Eine Runde Walzer mit dem Altvorsitzenden des Tourismusvereins Alfred Meyer, der den Abend kurzweilig moderierte. Bürgermeister Hans-Hermann Hoff nahm die Gelegenheit wahr, um Alfred Meyer für sein langjähriges Engagement zu danken. Anschließend stellte sich „Sina I.“ im Interview mit Christine Kohnke-Löbert ihren Untertanen vor. Die Bohlsenerin ist ein echtes Heidekind und freut sich auf die vor ihr liegende zweijährige Zusammenarbeit im Tourismus. „Ich möchte das Suderburger Land gut repräsentieren“, versprach sie ihren Gästen.
Die Sänger von „Concordia“ entführten anschließend mit „Halli, Hallo“ in die Welt der Jäger. Wein und Bier sollte es dazu auch geben, zumindest musikalisch. Und dann noch einen süßen Kuss zum Abschied – was braucht es mehr für einen romantischen Abend. Beim Blättern im Musiklexikon zum Text von „Es blies ein Jäger wohl...“ machte Chorleiter Mathias Wegener unter anderem Station bei Johann Strauß. Auch Katja Ebstein hatte die Ehre und sogar Elvis durfte einmal „ins Horn blasen“.
Der Gesangverein „Frohsinn“ aus Hösseringen nahm seine Gäste mit auf eine Reise von Dänemark bis nach Tschechien. Mit „Swing time a capalle“ traten die Damen außerdem den Beweis an, dass sie noch so richtig „aus der Hüfte heraus“ können. Chorleiter Walter Schlothane musste sich anschließend entschuldigen, sie „betagt“ genannt zu haben.

Zum Schluss war noch einmal „Frohsinn“ angesagt, mit der Forelle von Schubert und mit Whisky für die Männer, die sich weigerten, ihren Part ohne Hochprozentiges für die Stimmbänder zu beginnen. Die Damen dagegen hatten vorgesorgt und ihren Stoff in der Handtasche dabei. Das große Finale sangen die drei Chöre dann gemeinsam mit ihren Gästen, die sich ohne Zugabe natürlich nicht gehen ließen.

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