Mittwoch, 22. Juli 2015

Die Heide literarisch


Zu einer vergnüglichen Reise durch die literarische Lüneburger Heide lädt der Tourismusverein Suderburger Land am Mittwoch, 5. August ab 19 Uhr in das Haus des Gastes, Räberweg 4 in Hösseringen ein.
Unterwegs wird auch an den Sieben Steinhäusern, in der geheimnisvollen Wacholderheide und beim Heidschnucken-Schäfer Station gemacht. Auch die merkwürdige Geschichte vom Lönsgrab im Tietlinger Wacholderhain – aufbereitet als moderner Heide-Krimi – soll erzählt werden.
Die Vorsitzende des Tourismusvereins Christine Kohnke-Löbert liest Geschichten und Anekdoten aus alten Reisebeschreibungen, in denen die Heide als wüster Landstrich gar nicht gut wegkommt. Hatte doch Conrad von Uffenbach im Jahre 1710 Hösseringen als „elendes Dorf, in dem man nichts zu essen fand“, beschrieben. Und auch Uelzen, inmitten der „übel beschrieenen Lüneburger Heyde“ mit ihren „verzweifelt bösen Wegen“ hinterließ in seinen Reiseerinnerungen keinen guten Eindruck. Auch die Heidjer machten bei vielen Reisenden des 18. Jahrhunderts keine gute Figur. Beschreibungen reichen von schneckenartig bis schwerfällig und ihr Geisteszustand soll ebenfalls zu wünschen übrig gelassen haben...

Natürlich wird auch die nostalgisch verklärte Heide nicht zu kurz kommen, mit Geschichten vom Hünengrab, vom Imker und den Bienen, vom Niedersachsenhaus und endlosen Heideflächen. Ein Exkurs führt zu den Truppenübungsplätzen, den großen Rückzugsgebieten der Calluna Vulgaris, und gar gruselig geht es schließlich im Märchen vom Machandelbaum zu.
Zum Trost gibt es eine Erinnerung an den Film „Grün ist die Heide“ mit auf den Heimweg.

Es gibt einen Imbiss (auch vegan). Der Eintritt ist frei, ein Sparschwein steht bereit.

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