Montag, 12. Januar 2015

Tempo 30 und Ausbau des Tannrähmsrings

Dorfrechnung in Suderburg zog viele Gäste an
„Was lange währt, wird endlich gut. Ein Teil der Burgstraße, und zwar der Abschnitt zwischen Erikanerhaus und Kaffeehof, ist nun als Tempo-30-Zone ausgewiesen“. Reinald Müller überbrachte die gute Botschaft auf der Dorfrechnung in Suderburg. Anlieger hatten sich diese Regelung schon lange gewünscht, sie war aber bis zum Abschluss der Straßenbauarbeiten zurückgestellt worden und liegt nun druckfrisch vor.

Gedenken an die Opfer des Terroranschlages in Frankreich.
Der große Saal im Gasthaus „Spiller“ war gut besetzt zum traditionellen Dorftag, der für Thomas Schulz der erste Großtermin in seiner noch ganz frischen Amtszeit bedeutete. Der Samtgemeindebürgermeister stellte die Haushaltsplanungen vor, die für 2015 erstmals seit Jahren auf einen Ausgleich hoffen lassen. Man müsse aber, so Schulz, noch weiter über Strukturen nachdenken und Kooperationen ins Auge fassen. Schulz stellte in Aussicht, dass er in den kommenden Monaten viele Institutionen und Vereine in der Region besuchen wird.

Bürgermeister Hans-Hermann Hoff, der die Dorfrechnung leitete, bot einen Überblick über die Höhepunkte des Vorjahres und bot aktuelle Zahlen. In Suderburg fanden eine ganze Reihe Veranstaltungen und Aktionen statt, so wurde die Schlittschuhwiese gepflegt, die Heidefläche entkusselt und eine Eichenpflanzaktion durchgeführt. Zwei Straßenfeste haben die Anlieger selbstständig organisiert. Ein besonderes Erlebnis war das Rieselwiesenfest. „Es sollte Pflicht für jeden Suderburger sein, einmal die Rieselwiesen in Aktion zu sehen“, so der Bürgermeister, der darüber hinaus den Organisatoren des Weihnachtsmarktes auf dem Hof Beplate-Haarstrich und des Weinfestes an der Ostfalia dankte. „Die Einbindung der Hochschule in die Region ist in den vergangenen Monaten insgesamt stärker geworden, beispielsweise durch Forschungsaufträge und öffentliche Veranstaltungen“, so Hoff. Dank des Engagements von Studentinnen und Studenten konnte auch dem Jugendzentrum eine neue Zukunft gegeben werden. Der ehrenamtliche JuZ-Beauftragte Mike Finke hält den Kontakt zwischen Ostfalia und Gemeinde.

Auf fünf Jahre des Bestehens kann der Treffpunkt Buch der evangelischen Kirchengemeinde bereits zurückblicken. Pastor Matthias Dittmar gedachte mit guten Worten der Opfer der Terroranschläge in Frankreich. "Religion und Islam sind nicht die Ursachen eines solchen Terroraktes", so der Pastor. Vielmehr seinen Verblendung und Unwissenheit der Nährboden von Gewalt. "Ich bin froh, dass ich in Suderburg bin - da kann es hoch her gehen, aber klar ist, wir sind im Gespräch. Das tut unserem Gemeinwohl gut", so Dittmar.

Eines der wichtigen Anliegen diesen Jahres wird die Verhinderung der Neubautrassen der Deutschen Bahn sein, so der Bürgermeister. „Hier muss kritisch hinterfragt werden, wo und wie der Güterverkehr bewältigt werden soll“, so Hoff, der an Investitionen für Suderburg endlich den Ausbau des Tannrähmsrings ankündigen konnte. 380.000 Euro wird die Baumaßnahme insgesamt kosten, nur zehn Prozent davon sind durch die Gemeinde zu tragen. Möglich wurde diese Maßnahmen durch Grundstücksverkäufe des vergangenen Jahres. Darüber hinaus werden die Lampen in der Bahnhofstraße für 50.100 Euro neue LED-Köpfe bekommen. Diese Maßnahme kostet die Gemeinde nichts, sie wird aus dem Energiefonds finanziert. Für den Tourismus wichtig ist die geplante Sanierung des Bohlensteges. Der Bürgermeister wies außerdem auf die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg im Museumsdorf Hösseringen hin, in der viele Zeugnisse aus unserer Region zu sehen sind.

Im Rahmen der Diskussion fragte Borvin Wulf, warum der Konzessionsvertrag für die Gasversorgung nicht rechtzeitig ausgeschrieben worden ist. Die Gemeinde hatte dies versäumt, das Ausschreibungsverfahren nun aber in Angriff genommen. „Die Versorgung ist bis zum Abschluss des Verfahrens gesichert“, so Thomas Schulz.

Darüber hinaus gab es Informationen über die BI Suderburgerland, die sich gegen Neubautrassen der Deutschen Bahn sowie gegen den Ausbau der Bestandsstrecken engagiert. Vorsitzende Doris Kellte stellte zur Diskussion, ob das den Planungen zugrunde gelegte Güteraufkommen überhaupt gegeben sei und kritisierte das Dialogforum Nord, für das „bis heute kein Starttermin bekannt gegeben worden ist.“ „Doris Kelle zeigt der Bahn die rote Kelle“, sagte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff dazu.

Zum Schluss gab es wieder in guter Tradition einen Film von Reinhardt Schulz, der unsere Region von ihren schönesten Seiten zeigte.

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