Dienstag, 6. Januar 2015

Hösseringen eröffnet Reigen der Dorfrechnungen

Kinderfreundliches Hösseringen - Bauernrechnung und Krönung von drei Neubürgern

In vielen Dörfern des Suderburger Landes gibt es noch heute die alte Tradition der Dorfrechnung oder auch Bauernrechnung. Den
Anfang machte am Wochenende Hösseringen: „So viele Teilnehmer hatten wir lange nicht“, freute sich Hinrich Müller. Unser Hösseringer Ratsmitglied hatte allen Grund dazu, denn mit etwa 90 Gästen war die diesjährige Bauernrechnung im Haus am Landtagsplatz besonders gut besucht.
In seinem Jahresrückblick konnte Ratsmitglied Karsten Scherer eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Aktionen auflisten, unter
anderem organisiert vom Sportverein TSV Hösseringen, der im vorigen Jahr auch kräftig am Sporthaus weitergebaut hat. Je nach finanziellen Kapazitäten soll der Ausbau in diesem Jahr fortgesetzt werden. Mit Michael Ruschenbusch als neuem Vorsitzenden wurde vom Schootenring wieder das traditionelle Schootenfest ausgerichtet und die Dorfjugend ist aktiv in Sachen Osterfeuer. Dieses
soll künftig in etwas veränderter Form ausgerichtet werden: um die Annahme steuern zu können, wird es feste Annahmetage geben, die bei der Dorfjugend erfragt werden können. Dies wurde wegen der wegfallenden Brenntage nötig.
Der Förderverein, der sich u.a. um die Heidefläche kümmert, hat noch einige Exemplare des Hössenkalenders 2015 im Angebot.

Einer der Höhepunkte im Jahreslauf war die Einweihung des neuen Spielgerätes, das auf Initiative von Stefan Eggers von Radio Antenne NDS und der Sparda Bank gespendet worden ist. „Das schönste Spielgerät der Gemeinde steht nun in Hösseringen“, freute sich Bürgermeister Hans-Hermann Hoff. Dank des Engagements von Bernd Roggemann konnten aus Fördergeldern zusätzlich weitere Spielgeräte angeschafft werden, die im Frühjahr aufgebaut werden sollen.
Auch der Hardausee wird kinderfreundlicher: Zwar muss die Gemeinde immer noch sparen, um die Haushaltskonsolidierung nicht zu gefährden, wie der Bürgermeister betonte, doch für eine neue Schaukel und ein weiteres Spielgerät wurden 3.700 Euro eingeplant. Auch der Angelsportverein hat tatkräftig zur Verschönerung des Hardausees beigetragen und in Eigenleistung einen neuen Bootssteg gebaut.
Für die Wassertretanlage im Ort gab es wiederum Spenden von Sven Meyer, Axel Niemeyer sowie Gunther und Rüdiger Biernat, beim Aufbau halfen außerdem Adolf Dehrmann und Manfred Techmann. Manfred Techmann kümmerte sich darüber hinaus um die Straßenschilder und hält den Kontakt zur Patenkompanie, die wie immer zum Volkstrauertag das Ehrenmal reinigte sowie zwei neue Bänke stiftete. Auch die Pflege der Grünanlagen im Ort ist dank vielfältigen bürgerschaftlichen Engagements in guten Händen.

Gedankt wurde Hans-Joachim Bolz und Rüdiger Biernat, die sehr viel Zeit und Engagement in den Dorfwettbewerb gesteckt haben. „Der nächste Wettbewerb in drei Jahren ist schon im Fokus“, kündigte Rüdiger Biernat an, der sich als Sprecher des Dorfausschusses auf viele tatkräftige Mitstreiter freut.
Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz, der seinen Einstand in Hösseringen gab, kündigte für 2015 einen ausgeglichenen Haushalt an, der allerdings kaum Spielräume für Investitionen offen lässt.

Am Abend fand dann wie immer die Krönung der Neubürger statt. Bevor der Krönungsausschuss seine traditionelle Krönung vornahm, begann die Abendveranstaltung im „Hösseringer Hof“ mit einem deftigen Grünkohlessen. Nach einem Verdauungsschnaps eröffnete Volker Hermann von der Partyband „Dreamboat“ mit seiner Sängerin Sabrina Prinz den gemütlichen Teil des Abends. Eine „Happy Hour“ mit Getränken zum halben Preis und stimmungsvolle Musik für jedes Alter, sorgte für eine volle Tanzfläche und Bombenstimmung.
Um 22.30 Uhr betrat der Krönungsausschuss im schwarzen Anzug mit Zylinder den Saal. Nachdem er sich einen Überblick verschafft hatte, konnten drei Bürger ausgemacht werden, die die Kriterien für eine Krönung erfüllten. Nacheinander wurden Markus Luck, Olaf Bruhns und Jörg Ebhard (Erbse) durch den Krönungsausschusses auf den Krönungsstuhl verfrachtet. Hier hieß es drei Prüfungen abzulegen. Karten spielen, Korn trinken und Zigarre rauchen.
Nach bestandener Prüfung krönte Helmut Gerken mit einem alten Feuerlöscheimer aus Leder die Neubürger im Namen des Rehbocks, des Kuckucks und des Kiebitz zu Hösseringer Bürgern. Ein kurzer Walzer schloss die Krönung ab.
Nach einem Ehrentanz und Lokalrunde durch die Neubürger wurde bis in die Morgenstunden gefeiert und an der Cocktailbar manch Drink zu sich genommen. Ein gemeinsames Frühstück der Neubürger mit dem Krönungsausschuss am Sonntag beendete die Bauernrechnung in Hösseringen.
Ein gelungenes Fest, dass am 9. Januar 2016 wieder stattfinden wird.

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