Samstag, 31. Januar 2015

Grabhügel im Schnee

Wenn es ein wenig geschneit hat, sind Bodenerhebungen in der Landschaft oftmals besser zu erkennen, weil die Schneedecke unterschiedlich liegen bleibt und Höhen und Tiefen, die sich sonst nur wenig abheben, markiert. Deshalb haben wir uns heute auf den Weg in die Ortheide gemacht, um die dortigen Hügelgräber zu fotografieren.
Und wir wurden fündig: Die beiden Hügel an der Straße nach Holthusen II kennt man als Autofahrer ja, denn sie liegen direkt neben dem Straßenverlauf. Aber auch in dem kleinen Wäldchen hinter der Ortheide-Siedlung sind einige Grabhügel auf der Karte eingezeichnet. Die wollten wir finden.
Dort, wo der Waldbestand ins Feld übergeht, kann man in einem Bogen um die Waldsiedlung, die früher einmal eine Wochenendsiedlung gewesen ist, herumgehen. Gleich am Waldrand findet sich der erste Grabhügel, es ist allerdings schon ziemlich verschliffen.
Nur wenige Hundert Meter weiter erhebet sich ein mächtiger Hügel als eindrucksvolles Zeugnis der Vergangenheit in der Landschaft. Wenn man um die Erhebung herum geht, tritt allerdings Ernüchterung ein:
Der Grabhügel ist gänzlich ausgehöhlt und fast völlig zerstört. Das ist sehr schade, denn das Wissen über die Menschen, die vor uns hier lebten, können wir uns ja nur bruchstückhaft aus Ausgrabungsbefunden und Funden, die in ihren Zusammenhang eingeordnet werden können, zusammensetzten.

Jeder Grabhügel und jeder Fund erzählt Geschichten von unseren Vorfahren und sollte nur dann ausgegraben werden, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
Die Grabhügel in der Ortheide stammen aus der älteren Bronzezeit und sind etwa 3500 Jahre alt. In der Schulsammlung Böddenstedt von Lehrer Ötzmann, sind Funde aus diesen Hügelgräbern zusammengetragen worden. Die Sammlung ist durch seine Schüler erhalten geblieben und wurde  in den 70er Jahren der Kreisarchäologie übergeben.

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