Donnerstag, 30. Oktober 2014

Fastenwandern in der Heide

Für den Einen ist es der Beginn eines neuen Lebensabschnittes, für den Anderen ein Weg zu einer gesünderen Lebensweise oder auch einfach nur der Wunsch, ein paar Kilo weniger auf die Waage zu bringen. Was auch immer die Gründe sein mögen, fasten, die uralte Methode auf dem Weg zum „inneren Ich“, ist heute wieder angesagt.
Auch im Suderburger Land lockt die Kombination von Fasten und Wandern viele Gäste in die Region. So wie kürzlich drei Freundinnen aus Berlin: Christel, Edelgard und Rosemarie haben sich gemeinsam aufgemacht, um zu fasten und dabei das Suderburger Land kennenzulernen. Fünf Tage haben sie schon geschafft - und sie fühlen sich gut dabei. „Ich faste das erste Mal“, erzählt Christel, ein paar Kilo abzunehmen und ihre Ernährung umzustellen waren die Beweggründe. Der Verzicht auf Essen sei ihr gar nicht schwer gefallen. „Ich habe kein Hungergefühl“, sagt sie. Man hungere ja auch nicht, man faste - und das sei ein großer Unterschied.

Neue Wege in der Ernährung möchten auch Christels Freundinnen Edelgard und Rosemarie einschlagen. „Gemeinsam sind wir stark“, sind sie sich einig. In der Gruppe und weg vom alltäglichen Umfeld zuhause sei das Fasten kein Problem. Diesen Weg allein zu gehen, das trauten die Damen nicht so einfach zu. Aber hier und gemeinsam sei es eine
wunderbare Erfahrung. „Ich fühle mich richtig wohl dabei“, meint Edelgard - und das habe nicht nur etwas mit dem Fasten zu tun, sondern auch mit der Pension, in der sie Unterkunft bezogen haben: Bei Familie Hammes am Hardausee. Hier geht es familiär zu. Margret Hammes betreibt ihre Pension schon seit 40 Jahren und über einen Mangel an Gästen konnte sie sich noch nie beklagen. Allerdings müsse man sich auf jede Gruppe immer wieder neu einstellen. Zusätzlich zu den gemütlichen Zimmern und der umfassenden Betreuung hat sich Margret Hammes noch einiges einfallen lassen, um ihren Gästen den Aufenthalt im Suderburger Land angenehmer zu machen: Auf der großen Terrasse mit Blick auf den Hardausee werden auf Wunsch Yoga-Kurse angeboten. Und wer nach einer langen Wanderung erschöpft „nach Hause“ kommt, kann eine Massage buchen.

Die anderen beiden Damen in der Fasten-Gruppe heißen Gudrun und Heidrun. Sie haben sich erst in Hösseringen kennengelernt und finden, dass sie viel Glück mit ihrer Gruppe haben. Wichtig für alle ist die professionelle Begleitung beim Fasten, die mit Petra Torkler sichergestellt ist. Die Fastenbegleiterin aus Suderburg ist seit 1992 Ernährungsberaterin. „Fasten ist nicht nur eine Sache des Körpers, sondern es fängt im Kopf an“, sagt sie. Deshalb bietet sie ergänzend zum Fastenwandern einen abendlichen Vortrag über gesunde Ernährung an. Daneben sei die Bewegung wichtig. „Wenn man tagsüber so gut beschäftigt ist, denkt man gar nicht an Essen“, sind sich die Damen einig. Aber eigentlich sei ihnen das Fasten ohnehin leicht gefallen.

Am Sonnabend ist damit allerdings Schluss - und darauf freuen sie sich schon. Zum Fastenbrechen gibt es einen Apfel. Wer möchte, kann natürlich auch weitermachen. Oder wiederkommen.
Artus würde sich freuen...



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