Donnerstag, 28. August 2014

Hexenkraut und Feuerwanzen


Naturwanderung zum Erkennen von Heilkräften in der Natur

„In jeder Pflanze steckt ein Geheimnis.“ Das weiß Kräuterfrau Manuela Arndt aus Bargfeld zu berichten. Zusammen mit Schmetterlingsexpertin Dr. Helga Göttsche und Gästen erkundete sie im Rahmen eines gemeinsamen Spazierganges die Natur im Stahlbachtal zwischen Böddenstedt und Bahnsen.
Blutweiderich, Wasserdost und zottiges Weidenröschen prägen die feuchten Wiesen entlang dieses schönen Wanderweges. Gut versteckt zwischen den rosa Blüten des Weidenröschens frisst die fingerlange Raupe des mittleren Weinschwärmers. Die Raupe des Nachtfalters hat zwei große Augenflecken auf der Oberseite, die bei Gefahr anschwellen, so dass der Eindruck eines kleinen Schlangenkopfes
entsteht. Viele Insekten und Pflanzen machen mit Farben, Düften und Tönen auf sich aufmerksam und geben Botschaften an ihre Umwelt ab. Schwarz-rot sind beispielsweise die Farben der Feuerwanze, die eigentlich friedlich von Pflanzensäften lebt. „Ich schmecke nicht: die kontrastreichen Farben geben eine klare Zeichensprache an die Fressfeinde“, weiß Thomas Dorschner vom Naturschutzbund
NABU. „Die Heilkräfte der Natur liegen meist im Verborgenen“, so der Fachmann.
Farbige Schmetterlinge und deren Raupen geben dennoch kleine Geheimnisse preis. So sind Raupen, die von giftigen Pflanzen fressen, meistens auffällig gefärbt und übernehmen die toxischen Eigenschaften ihrer Futterpflanzen.


Am Ende des naturkundlichen Spazierganges gab es noch ein gemütliches Beisammensein am Mühlenteich. „Gärtnermeister“ Bert Sassen stellte seinen zauberhaften Garten an der alten Wassermühle für ein Picknick aller Teilnehmer der Naturwanderung zur Verfügung.
„Kräuterhexe Manuela“ hat mit Blick in den dortigen Staudengarten gleich noch über verschiedene Kräutertees berichtet und darüber geplaudert, wie man mit der Heilkraft der Witwenblume seine Ehe retten kann. Zum Abschluss gab es ein Projektfoto zum Thema „Heilkräfte in der Natur“ - eine farbige Naturbotschaft aus der Kulturlandschaft Suderburger Land.

Text und Fotos: Thomas Dorschner

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