Donnerstag, 24. Juli 2014

Was grünt und blüht am Wegesrand

Zu einer Kräuter- und Schmetterlingswanderung entlang des alten Suderburger Weges mit "Kräuterhexe" Manuela Arndt und Dr. Helga Göttsche vom BUND-Vorstand Uelzen brach kürzlich eine kleine Gruppe Naturinteressierter auf. Der alte Pflasterweg, der in Richtung Bahnlinie verläuft und die alte Verbindung zwischen Böddenstedt und Suderbug
ist, hat naturkundlich eine Menge zu bieten, auch wenn der Pflanzenbewuchs auf den ersten Blick unscheinbar erscheint. Man muss nur wissen, was mit den wilden Pflanzen und Kräutern anzufangen ist und welche Schmetterlingsarten hier heimisch sind. Gerade jetzt im Sommer sollten die Wegeseitenräume nach Möglichkeit nicht gemäht werden, denn die Insekten und Schmetterlinge
brauchen die blühenden Pflanzen, sonst verhungern sie und es fehlt ihnen die Möglichkeit der Eiablage.
Die Wanderer entdeckten unterwegs unter anderem das gelbe Jakobskraut (Jakosbskreuzkraut), das seit Jahren wegen seines Giftgehaltes in den Medien verteufelt wird. Tiere kennen das Kraut, wenn sie es auf frischer Weide finden, und meiden es.
Gefährlich ist es allerdings im Heu, denn dann erkennen die Tiere die Gefahr nicht mehr und können schwere Vergiftungen davon tragen.
Auch Rainfarn, Spitzwegerich, Herbstlöwenzahn und die Ackerwitwenblume wachsen hier am Wegesrand, einige Pflanzen sollen an dieser Stelle noch vorgestellt werden.
Die Teilnehmer erfuhren darüber hinaus, dass der Dickkopffalter tatsächlich einen "Dickkopf" hat, dass das Waldbrettspiel ein Schmetterling ist und dass die Langhornmotte ihre Eier gerne auf der Ackerwitwenblume ablegt. Alle freuten sich, als plötzlich ein Rebhuhn aufflog. Zwischendurch gab es einen Imbiss mit frischem Brot und Käuterquark. Danke Manuela und Niels! Solche Wanderungen soll es künftig öfters geben!

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