Freitag, 27. Juni 2014

Bekanntschaft mit einer kleinen Singdrossel

Nicht verunglückt, sondern aus dem Nest geflüchtet ist diese kleine Singdrossel (oder Wacholderdrossel?), die ich kürzlich auf einer Wanderung in Wichtenbeck entdeckt habe. Sie klammerte sich an den Stamm einer dicken Eiche, die mitten im Dorf steht und fürchtete sich vor mir, vor der Kamera und vor meiner kleinen Jack Russel-Hündin Momo.
Diese hat die kleine Nestflüchterin allerdings erst viel später entdeckt, als die Drossel den Hund.
Nestflüchter schlüpfen weit entwickelt aus dem Ei und finden sich schnell in ihrer Umwelt zurecht. Sie werden allerdings oft noch über Wochen von ihren Eltern gefüttert. Sie machen mit lauten Bettelrufen auf sich aufmerksam, so dass die Altvögel wissen, wo sie sie finden.
Wer also ein hilflos wirkendes Vogelkind findet, sollte erst einmal nicht eingreifen, sondern das Tier einfach an Ort und Stelle seinen Weg ins Leben finden lassen. Falls nicht gerade die Hofkatze des Weges kommt...
Ich hatte mich jedenfalls kaum umgedreht, um die andere Kamera zu holen, da war die kleine Drossel auch schon weggehüpft und hatte sich versteckt.
Drosseln sind übrigens findige Vögel. Wer in seinem Garten einen Stein mit vielen aufgeknackten Schneckenhäusern daneben findet, hat es vielleicht mit der "Schmiede" einer Singdrossel zu tun. Um an das Innere zu gelangen, schlagen die Tiere die Schneckenhäuser an einem geeigneten Stein mit kräftigen Schnabelhieben auf. Weniger schön für die Schnecke...

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