Donnerstag, 22. Mai 2014

Rettungsaktion für Vogelküken

Zugegeben, ich finde es ein wenig unmoralisch. Das Verhalten der Kuckucksjungen. Kaum geschlüpft werden sie schon zu Mördern ihrer Nestgenossen, die zudem auch noch die "echten" Kinder ihrer Eltern sind und nicht aus untergeschobenen Eiern schlüpfen wie der junge Kuckuck. Doch was kann dieser schon dafür, dass er ein Findelkind ist?
Und schließlich: Was steht uns Menschen eine Moral zu über die Launen der Natur, wo wir doch genug zu tun hätten mit unserer eigenen?
Kurz und gut - heute haben wir vor dem Vorschauer unseres Hauses drei Vogeljunge gefunden, die ganz bestimmt nicht von selbst aus ihrem Nest im Eulenloch gefallen sind. Bestimmt wurden sie von einem jungen Kuckuck hinausbefördert, der
da drin die elterliche Sorgfalt ganz allein genießen möchte. Eines der drei Küken war schon tot, als wir das Drama bemerkten, zwei weitere Küken lebten noch. Aber nur eines war aktiv und sperrte nach Vogelart den Schnabel auf. Wir haben es erst einmal gefüttert und dann unseren NABU-Vorsitzenden Karl-Heinz Köhler aus Böddenstedt um Rat gefragt.
Herr Köhler teilte uns mit, dass es im Landkreis Uelzen leider keine Institution mehr gibt, die die Vogelkinder aufnimmt. Aber es sei einen Versuch wert, die Kleinen in der Nähe des Nestes gut geschützt abzulegen, denn die Vogeleltern füttern sie dann weiter. Sie hören ihre Kinder rufen. Dass die Berührung durch den Menschen die Eltern abschreckt, ist ein altes Vorurteil. 

Also haben wir die Kleinen wieder hoch oben gut geschützt der Natur überlassen. Alles Gute!

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