Sonntag, 25. Mai 2014

Radfahren ohne Nasenfahrrad

Falls jemand seine Lesebrille Stärke 2,0 sucht, sollte er einmal darüber nachdenken, ob er dieser Tage durchs Räberspringbachtal gewandert ist. Ich bin nämlich heute mit Momo auch dort unterwegs gewesen und gerade als eine Gruppe Radfahrer an mir vorbei gedüst kam, habe ich das braune Nasenfahrrad auf einem Grenzstein liegen sehen.
Ich habe die Brille einfach dort liegen lassen, denn auch ohne Sehhilfe war der Gang entlang des Räberspringbaches in Richtung Unterlüß sehr schön.
Das Bachtal ist tief eingeschnitten. Auf der einen Seite wächst ein lichter Kiefernwald, der forstlich genutzt wird. Rechterhand verlaufen die Bahnlinie, auf der gefühlt alle zwei Minuten ein Zug fährt, und der Weg.
Im Wald stehen die Bäume nicht mehr so dicht. Es wachsen hier und dort Laubbäume auf und der Waldboden ist ein einziges Meer aus Bickbeeren. Hier  muss ich unbedingt zur Blaubeerernte noch einmal herkommen.
Der Räberspringbach schlängelt sich in einem breiten, moorigen Bett zwischen Wald und Wiesen entlang, an einer Stelle kann man über einen Bohlstensteg direkt an den Bachlauf gelangen. Es lohnt sich.

Später des Weges treffe ich auf eine große Pferdeherde. Die neugierigen Tiere kommen gleich angelaufen und freuen sich über eine Handvoll Gras, obwohl sie ja selbst genug haben.
Aber auf der anderen Seite des Zaunes schmeckt es bekanntlich immer besser.
Am Bahnhang wachsen wilde Lupinen auf. Lupinen gehören zur selben Familie wie Erbsen und reichern den Boden mit Stickstoff an. Sie werden deshalb in der Landwirtschaft auch zur Gründüngung verwendet. Vermutlich sind die Samen von den nahegelegenen Feldern an den Hang geweht worden, den die Lupinen nun mit bunten Akzenten verschönen.

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