Mittwoch, 7. Mai 2014

1010 Jahre Suderburg

Da hätten wir doch fast ein schönes Jubiläum verpasst: In diesem Jahr wird Suderburg 1010 Jahre alt. Na ja, zugegeben, ein solcher Geburtstag wird in der Regel nicht außergewöhnlich groß gefeiert, aber immerhin. Als wir vor 10 Jahren unseren 1000. Geburtstag gefeiert haben, hat die Gemeinde eine Ortschronik herausgegeben. Autor ist Tilman Grottian und der Verlag ist auch kein unbekannter: Edition :anderweit, worunter sich Mila und Halwart Schrader aus Hösseringen verbergen - ein gutes Gemeinschaftsprojekt also.
Aber zurück zur Dorfgeschichte. Im Jahr 1004 sicherte Kaiser Heinrich II. dem Kloster Kemnade an der Weser in einer Urkunde seinen Schutz zu. Diese Urkunde nun ist für die Suderburger Anlass für die Zählung der Jahre der Existenz ihres Dorfes, denn hier wurde Suderburg zum ersten Mal namentlich genannt: "Sutherburg" gehört zu den Besitzungen, die vor 1010 Jahren dem genannten Kloster gestiftet wurden - wie lange der Ort zu diesem Zeitpunkt schon bestanden hat, darüber können wir natürlich nur spekulieren.
Der Bergfried der ehemaligen Suderburg - heute der Turm unserer Kirche - hat damals bestimmt schon bestanden, er soll zu einer Burg der Billunger gehört haben. Die sächsischen Adligen waren hier in der Gegend ansässig, allerdings starb ihr Geschlecht bereits zwei Jahre nach der ersten Nennung Suderburgs aus - 1006 also. Der letzte männliche Billunger war Herzog Magnus und nach seinem Tod wurde der Besitz aufgeteilt. Das Herzogtum fiel an Lothar von Supplinburg, den späteren Kaiser, mit dem eigentlich kaum jemand gerechnet hatte. Die billungischen Familiengüter kamen durch die Ehen der Töchter an die Askanier und Welfen, die dadurch nicht nur ihre vorherrschende Stellung begründeten, sondern auch einen lange währenden Familienzwist.

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