Mittwoch, 16. April 2014

Schäfchen im Trockenen

Noch muss Schäfermeister Jahnke seine Schäfchen nicht ins Trockene bringen, aber das kann sich ganz schnell ändern. Denn pünktlich zum Osterfest soll die Sonne sich ja verabschieden und dicken Regenwolken Platz machen. Da wir daran ohnehin nichts ändern können, freuen wir uns lieber über den Anblick der großen Herde, die neulich wieder einmal auf der großen Wiese zwischen Hösseringen und Suderburg graste.
 In der Herde ist derzeit ganz schön was los, denn es ist Lammzeit. Ich finde es immer wieder eindrucksvoll, wenn sich die zarten Stimmchen der Lämmer mit dem dumpfen Blöken ihrer Mütter zu einem vielstimmigen Kanon mischen.
Unsere Hausschafrassen stammen vom armenischen Mufflon ab und gehören mit den Hunden, Rindern und Ziegen zu den ältesten und wichtigsten Haustieren.
Wohl deshalb haben Schafe eine besondere Bedeutung in Kunst, Kultur und Religion. Ein Schaf kann sich übrigens mehr als 50 Gesichter von Artgenossen über zwei Jahre merken und schon Lämmer lernen zu unterscheiden, welches Futter ihnen guttut. Vom dummen Schaf kann also keine Rede sein. Bleibt die Frage, woher wohl die Redewendung kommt, dass es gut ist, wenn man seine "Schäfchen ins Trockene bringt".

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