Montag, 28. April 2014

Bienenwachs in den Adern


Christiane Schirmer hat hat Bienenwachs im Blut. Jedenfalls im übertragenen Sinne. Die Groß Süstedterin ist sozusagen mit Bienen aufgewachsen, denn in ihrem Familienbetrieb wird seit Generationen Bienenwachs für die verschiedensten Zwecke be- und verarbeitet. Inzwischen wird das Unternehmen von ihrem Bruder Andreas geführt und Christiane Schirmer hat sich als
Leiterin des Gerdauer Kirchenchores mehr und mehr der Musik verschrieben. Doch den Bienen ist sie treu geblieben. "Mein Vater hatte immer Bienen in der Heide und im Alten Land. Bienenkörbe sind mir seit meiner Kindheit vertraut", erzählt sie. Nun wollte sich lernen, wie ein solcher Korb entsteht und hat sich für den Korbflechterlehrgang des Imkervereins
Uelzen im Museumsdorf Hösseringen angemeldet. Schwägerin Silvia Müller und Nichte Elena hat sie gleich mitgebracht. Die beiden sind natürlich auch Bienen-Fans. "Wir haben ganz schön viele Bienen. Ich bin schon oft gestochen worden, aber ich habe trotzdem keine Angst", erzählt Elena, die eine kleinen Korb flechten möchte.  Sorgsam bündelt sie dafür  langes Stroh und biegt es schneckenförmig zu einem Kreis, bis eine runde Scheibe entsteht. "Bienen sammeln Nektar, machen Honig und bestäuben die Apfelbäume", weiß die Siebenjährige.
"Schutzengel" der drei Damen ist an diesem Tag Johannes Bodach, Imker aus Wichtenbeck. Bei ihm liege die Imkerei ebenfalls in den Genen, meint er, schon die Großväter beider Elternteile hätten Bienen gehalten, der Opa war sogar Vorsitzender des Imkervereins im Landkreis. Für das Museumsdorf hat er vor einigen Jahren einen Bienenzaun gebaut. Der heutige Kreisimker, Hermann Hilmer aus Dreilingen, kann mit dem Erfolg seines Lehrgangs jedenfalls vollauf zufrieden sein. Und wer ihn diesmal verpasst hat - nächstes Jahr im April ist es wieder soweit!

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