Mittwoch, 8. November 2017

Kunsthandwerk, Kleinkunst und Mitmachaktion

Vorweihnachtlicher Kunsthandwerkermarkt im Museumsdorf Hösseringen

Am 12. November 2017 findet von 10.30 bis 18.00 Uhr im Museumsdorf Hösseringen zum achten Mal der vorweihnachtliche Kunsthandwerkermarkt ein. Kunsthandwerk, Kleinkunst, Mitmachaktion für Kinder und Leckereien halten wieder Einzug ins Museumsdorf! Lichtersterne, Feuerkörbe, und weihnachtliche Beleuchtung versetzen die
Besucherinnen und Besucher in vorweihnachtliche Stimmung. In den historischen Gebäuden und in den Eingangsbereich ziehen dann für einen Tag über 40 Künstler und Kunsthandwerker mit ihren Kreationen ein.
Die vorweihnachtliche Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Kreativen Kreis Winsen/Luhe realisiert. Die Organisatorin des Kreativen Kreises, Karin Meyer-Wölk aus Adendorf, hat wieder zahlreiche Kunsthandwerker und Kunsthandwerkerinnen nach Hösseringen eingeladen, sowohl aus dem Raum Uelzen, als auch aus dem gesamten norddeutschen Bereich. Die schöne und interessante Ausstellung zeigt eine große Vielfalt unterschiedlichster Produkte, und es gibt viele kunsthandwerkliche Unikate zu entdecken. Neben Schmuck und Keramik, Wolle und bemaltem Porzellan gibt es Bekleidung aus Seide und anderen Stoffen zu sehen. Stulpen, Shirts und Ponchos, Jacken und Holzdekorationen finden sich neben Dekorationen für die Weihnachtszeit, Adventsgestecken und -kränze für Haus, Hof und Garten, Taschen und Bildern in verschiedenen Techniken.

Sicherlich bietet sich an diesem Sonntag auch schon die Möglichkeit, das eine oder andere Weihnachtsgeschenk zu erstehen, denn in diesem Jahr scheint die Vorweihnachtszeit irgendwie kürzer zu sein: Schon der vierte Advent ist Heiligabend! Für Kinder werden am Herdfeuer im Kleinbauernhaus Märchen vorgelesen. Beim Drechsler im Brümmerhof können die kleinen Besucherinnen und Besucher das Drechseln auszuprobieren und ein kleines Weihnachtsgeschenk selbst herzustellen. Beim Bummel durch das weihnachtliche Museumsdorf werden dem Besucher viele leckere Düfte in die Nase steigen. Glühwein, Waffeln, Kaffee und Kuchen, Bratwurst, Wildschweinspezialitätenspezialitäten, Burger und andere Leckereien werden angeboten.
In diesem Jahr haben sich die Organisatoren wieder etwas Neues einfallen lassen: Für Augen und Ohren gibt es Katharinas Schaubude. Die „Clownfrau“ und Solokünstlerin Katharina Witerzenz wird die Gäste mit ihren Darbietungen verzaubern. Das Team des Museumsdorfes sowie alle Künstler, Kunsthandwerker und Aussteller freuen sich auf begeisterte Besucherinnen und Besucher. Parkplätze sind vorhanden und für eine reibungslose An- und Abreise wird Sorge getragen.

Der Eintritt beträgt 4 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.

Dienstag, 7. November 2017

Mit dem Sturm in die Heide

Am Dienstag, 14. November 2017 lädt der Förderverein um 20 Uhr in den Bohlser Speicher ein. Unter dem Motto „Mit dem Sturm in die Heide“ wird Gernot Magyar über seinen Lebensweg berichten, der ihn Anfang der 70er Jahre von der Heimat in den steirischen Bergen in die Lüneburger Heide führte. Zur Aufbereitung von Sturmschäden war seine Arbeitskraft in den Wäldern der Lüneburger Heide gefragt. Aus einem Arbeitseinsatz ist so ein neuer Lebensmittelpunkt hier in der Lüneburger Heide geworden.
Der Eintritt ist frei, der Speicherverein freut sich auf zahlreiche Gäste.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

In Böddenstedt steht wieder eine Milchbank

Zwischen etwa 1880 und 1970 stand an den Straßen der Dörfer vor jedem Hof eine Bank zum Abstellen der gefüllten großen Milchkannen. Der örtliche „Milchkutscher“ brachte sie zur Molkerei und stellte die Kannen auf dem Rückweg leer oder mit Magermilch (für die Kälberfütterung) wieder auf die Milchbank.

Auch die bei der Molkerei bestellte Butter wurde in hölzernen Kästen für den Hof hier abgeliefert. Mit der Umstellung der Abholung durch Tankwagen wurden um 1970 Milchbänke überflüssig und verschwanden aus den Dorfbildern. 

Damit verschwand auch ein Kommunikationsort der Dorfjugend, die sich gern an den Milchbänken traf.
An diese Tradition soll die Milchbank erinnern, die kürzlich an der Twiete aufgestellt wurde. Hier können Radfahrer sich ausruhen oder Kinder sich treffen.

Freitag, 13. Oktober 2017

Bewährtes Team mit Zuwachs

Verein zur Erhaltung der Ellerndorfer Wacholderheide stellt Pläne vor

Viel vorgenommen hat sich der Verein zur Erhaltung der Ellerndorfer Wacholderheide für das kommende Jahr. Den Schwerpunkt wird die weitere Arbeit an der Beseitigung der waldähnlichen Kiefernbestände bilden, die Heide und Wacholder
unterdrücken. Zudem sollen insbesondere im nördlichen Bereich Kiefernschößlinge entfernt werden, mit Schäfermeister Jahnke ist eine intensive Bewerbung in diesem Bereich abgesprochen. Ergänzend soll per Hand entkusselt werden. „Vielleicht können wir dies an einem besonderen Publikumstermin machen, so dass wir gleichzeitig Unterstützer gewinnen und für den Erhalt der Heidefläche werben“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Götz Schimmack. Kein Wunder, dass bei diesen ehrgeizigen Zielen seine Wiederwahl keine Frage für die Vereinsmitglieder war. An seiner Seite nimmt Ralf Rusko weiterhin den Posten des Schatzmeisters ein, für den ausgeschiedenen Werner Harneit wurde Markus Poensgen in den Vorstand gewählt.
Neben der Betreuung der alten Heidefläche wird im kommenden Jahr der Fokus auch auf der Erweitungsfläche liegen. Neben der Beweidung durch die Schnuckenherde soll die Fläche mit Unterstützung der Firma Rheinmetall gemulcht werden, auch das Schobbergut, das hier zum Trocknen liegt, wird abgefahren.
Probleme bereitet der Heidefläche, die in diesem Jahr an einigen Flächen nicht gut blühte, der Heideblattkäfer. Er konnte sich in der feucht-warmen Witterung dieses Sommers gut vermehren und obwohl ein regenreiches Frühjahr der Calluna-Pflanze eigentlich gut tut, deren Blüte massiv verringern. Auch dieses Problem wird der Verein, zunächst durch eine Untersuchung des Zustandes der Besenheide, in Angriff nehmen. Zudem soll das vorhandene Netzwerk an Helfern durch jährliche Informations- und Abstimmungsgespräche, unter anderem mit der Firma Rheinmetall, der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises, deren Pflegetrupp bei der Heidepflege regelmäßig unterstützt, und der Glockenbergschäferei belebt werden. „Die Aufgaben, die sich unser Verein gestellt hat, sind anspruchsvoll. Die Heide ist eine lebende Kulturlandschaft. Sie zu erhalten, dient allen in unserer Region“, fasste es der Vorsitzende zusammen.

Mittwoch, 27. September 2017

Die Heide wächst und die Pilze auch

Gestern waren wir mit dem Verein zum Erhalt der Ellerndorfer Heide unterwegs, um die neue Heidefläche zu begutachten und die Maßnahmen der vergangenen zwei Jahre anzusehen. Es ist viel geschafft worden, aber auch noch viel zu tun. Der Erhalt einer Kulturlandschaft wie diese Heidefläche ist eben ein zimmerwährender Prozess. Gut, dass der Verein sich so engagiert.

Aber selbstverständlich blieb unterwegs der Blick der Exkursionsteilnehmer nicht aufs Heidekraut beschränkt und es wurden jede Menge schöne Pilze entdeckt. Die konnten wir aber nicht mitnehmen, weil abends noch Mitgliederversammlung angesagt war.

Deshalb möchten wir hier noch einmal auf die nächsten Termine des Tourismusvereins zum Pilze sammeln hinweisen:
Morgen, Donnerstag, 28. September und Sonnabend, 30. September. Treff ist jeweils um 13 Uhr auf dem Parkplatz am Museumsdorf. Kommt zahlreich, es lohnt sich!

Mittwoch, 13. September 2017

Träume im Volksliedexpress

Chorkonzert „Heideklänge“ brachte Melodien nach Suderburg
"Ihr werdet uns Heiderosen schenken und viel Frohsinn verbreiten“, leitete Moderator Alfred Meyer den traditionellen Chorabend
„Heideklänge“, der jedes Jahr vom Tourismusverein Suderburger Land organisiert wird, ein. Alfred Meyer stellte damit auch gleich die beteiligten Chöre vor: den Gesangverein Frohsinn aus Hösseringen sowie den Gesangverein Heiderose aus Stadensen, beide unter der Leitung von Walter Schlothane.

Der Chorabend fand wie schon seit Jahren anlässlich der Heideblüte im Gasthaus „Spiller" in Suderburg statt und auch die neue Wacholderkönigin Maike Schulz aus Stadorf war zu Gast und stellte sich den zahlreichen Zuhörern vor. Unter ihnen weilten auch Erika und Karl-Heinz Ruhnke aus Oberhausen im Ruhrgebiet, die seit 20 Jahren bei Familie Techmann in
Hösseringen Urlaub machen und noch keine Runde der „Heideklänge“ verpasst haben. Stress haben sie in ihrer Urlaubszeit zwar nicht, damit aber auch all die anderen Zuhörer an diesem Abend Entspannung und ein wenig Ferienfeeling finden, begannen die Sänger des Gesangvereins Frohsinn mit einem Lied, das den Stress vertreibt und hilft, mit einer Melodie frische Energie zu tanken. Mit Mozart ging es anschließend in die Welt der Klassik, sehr zur Freude von Monika Greve aus Hameln, die nun schon zum 12. Mal in der Pension Seils in Hösseringen Urlaub macht. Und auch die beiden „Kurstädter mit Suderburger Wurzeln“, Charlotte und Uwe Schiemann aus Bad Bevensen hatten ihren Stammplatz gefunden.
Der Sommer hat es in diesem Jahr ja nicht ganz so gut mit den Heide-Regionen gemeint, und so kam das Lied vom „Sommermorgen, der alles gut macht“ gerade recht. Anschließend entführten die Sänger der „Heiderose“ in die Welt der Träume. Neben klassischen Melodien hatten sie Swing und a capella mitgebracht und begeisterten ihre Zuhörer zudem mit dem „Volksliederexpress“. Manch einer hatte mitgezählt, wieviele Lieder denn darin mitgefahren sein könnten, die Meinungen reichten hier allerdings von 36 bis 42 ein wenig auseinander.
Alfred Meyer nutzte diesen Abend auch, um für den Erhalt der Ellerndorfer Heide zu werben und freute sich, den Vorsitzenden des Vereins zur Erhaltung dieser wertvollen Heidefläche, Götz Schimmack, zu begrüßen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Suderburgs, Dagmar Hillmer, richtete zudem Grüße von Rat und Verwaltung aus. Mit der Vorbereitung hatte Martina Borchardt vom Tourismusverein im Vorfeld alle Hände voll zu tun. „Du bist die Mutter der Kompanie und hast immer alle Informationen parat“, dankte ihr Alfred Meyer.

In der Schlussrunde sangen die beiden Chöre gemeinsam und weil Walter Schlothane dazu „60 Kehlen in Wallung bringen“ musste, wie es Alfred Meyer formulierte, leistete ihm Hans-Hermann Brünjes tatkräftige und kompetente Unterstützung bei der Vorstellung der Lieder. „Was wäre, wenn wir heute selbst singen müssten?“, fragte Alfred Meyer die Gäste. Die waren zwar zum Zuhören gekommen, aber zum Schluss – auch das ist eine gute Tradition – sangen alle mit, als zu den Klängen von „Auf der Lüneburger Heide“ das Ende eines schönen Abends eingeläutet wurde.

Dienstag, 15. August 2017

Bei Vollmond durch die Heide

Einmal im Monat - immer bei Vollmond - lädt Gästeführerin Hannelore Behrens zur Wanderung durch die nächtliche Ellerndorfer Heide ein. Der Gang durch die Heide startet in der abendlichen Dämmerung und bei interessanten Informationen und faszinierenden Aussichten lässt Hannelore Behrens die Geschichte der Heidelandschaft lebendig werden. Sie erzählt von der Entstehung der Heide, einer Landschaft, die unsere Gegend über viele Jahrhunderte prägte und durch die Heidebauernwirtschaft lange am Leben erhalten wurde, vom Wacholder und der Schnuckenherde von Familie Jahnke, die heute am Erhalt der Heide beteiligt ist. Allein können es die Schnucken allerdings längst nicht mehr schaffen – zu viel Aufwuchs, Wacholder insbesondere, bedrängt die offene Heidelandschaft. Hier muss der Mensch eingreifen und durch verschiedene Pflegemaßnahmen für den Erhalt dieser selten gewordenen Landschaftsform sorgen.Die nächste Wanderung findet am Freitag, 18. August, ab 20.30 Uhr statt. Treff ist auf dem Parkplatz vor der Heidefläche.